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n8n vs. Make.com: Was ist besser für KI-Workflows?

Emmanuel Michel · 15. Februar 2026 · 6 Minuten Lesezeit

Die Frage kommt fast in jedem Erstgespräch: "Soll ich n8n oder Make nehmen?" Meine ehrliche Antwort: Es kommt drauf an. Aber nach Dutzenden von Projekten habe ich eine klare Meinung.

Was beide können

Beide Tools sind visuelle Workflow-Automatisierungsplattformen — du verbindest Apps per Drag & Drop, ohne Code schreiben zu müssen. Beide haben hunderte Integrationen, KI-Nodes, Webhooks und können komplexe Logik abbilden.

Der Unterschied liegt im Geschäftsmodell, der Flexibilität und dem Preis bei Skalierung.

Make.com: Der Einstieg fällt leichter

Make (früher Integromat) hat die bessere UX. Die visuelle Oberfläche ist intuitiver, der Einstieg geht schneller. Für einfache bis mittlere Workflows — z.B. "Wenn neues Formular → CRM-Eintrag → Slack-Nachricht" — ist Make oft die schnellere Wahl.

  • Stärken: Einsteigerfreundlich, gute UX, viele Templates
  • Schwächen: Teuer bei vielen Operationen, Cloud-only, weniger Kontrolle
  • Preis: Ab ~10€/Monat, aber 10.000 Operationen/Monat können schnell knapp werden

n8n: Mehr Macht, mehr Kontrolle

n8n ist Open Source und kann selbst gehostet werden — das ist für mich der entscheidende Vorteil. Du zahlst einmal für den Server, nicht pro Ausführung. Bei intensiven KI-Workflows mit hunderten Läufen täglich ist das ein enormer Kostenvorteil.

  • Stärken: Self-Hosting, unbegrenzte Ausführungen, Code-Nodes für Python/JS, aktive Community
  • Schwächen: Steilere Lernkurve, weniger polierte UX
  • Preis: Self-hosted = Serverkosten (~5€/Monat auf Hetzner)

Direkter Vergleich

KriteriumMake.comn8n
EinstiegSehr einfachMittel
Self-HostingNeinJa (Docker)
Kosten bei ScaleHochGering
KI-IntegrationGutSehr gut
Code-FlexibilitätBegrenztPython/JS Nodes
Datenschutz/DSGVOCloud (USA)Eigener Server (EU)

Meine Empfehlung

Nimm Make.com wenn: Du schnell starten willst, keine Lust auf Server-Setup hast, und die Anzahl der Automatisierungen überschaubar bleibt.

Nimm n8n wenn: Du auf Datenschutz Wert legst, viele Ausführungen planst, oder Code-Nodes für komplexere Logik brauchst. Langfristig ist n8n fast immer günstiger.

Für KI-intensive Workflows — also alles mit OpenAI-API-Calls, Dokumentenanalyse, oder Voice AI — empfehle ich fast immer n8n. Die Kombination aus Self-Hosting und Code-Nodes gibt einfach mehr Spielraum.

Fazit auf einen Blick

  • Make: Besser für schnellen Einstieg & einfache Workflows
  • n8n: Besser für Scale, Datenschutz & KI-Workflows
  • Self-Hosting spart langfristig erhebliche Kosten
  • Beide können kombiniert werden (Make für externe APIs, n8n intern)

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